Svenja Steinhauser

Praktisches Jahr
09.03.2026 – 28.06.2026

Woche 1: 09.03. – 13.03.2026

Auf in ein neues Tertial!
Seit dieser Woche habe ich mein zweites Tertial hier im Bayerischen Wald begonnen. Bereits vor 3 Jahren fast genau zur gleichen Zeit durfte ich hier meine Famulatur absolvieren und freue mich daher nun wieder in der Gegend zu sein.
Der Start war, wie es bei neuen Anfängen oft der Fall ist: spannend, anstrengend, ein wenig holprig und vor allem geprägt von viel Neugier. Schon am Wochenende habe ich das Haus in Grafenau bezogen, das sich gerade noch im Umbau befindet, und dabei auch gleich die neuen Vermieter kennengelernt. Bei herrlichem Wetter nutzte ich die Gelegenheit, das erste Eis in Grafenau zu probieren, den Kulturpark zu erkunden und einen ersten Eindruck von meinem vorübergehenden Zuhause zu gewinnen.
Besonders aufregend war natürlich der Start in der Praxis. Zwar ist die Anfahrt nach Geiersthal recht lang, doch sie lohnt sich: Von Anfang an durfte ich Patient*innen selbst untersuchen und anschließend mit den jeweiligen Ärzt*innen besprechen. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Möglichkeiten zum Austausch und Lernen – von Fallbesprechungen über Journal Clubs bis hin zu Online-Seminaren. Langweilig wird mir hier sicherlich nicht!
Nach so vielen neuen Eindrücken, Begegnungen und fordernden Arbeitstagen habe ich mich am Wochenende dann aber auch sehr auf das Ausschlafen und Sacken-Lassen der ersten Woche gefreut.

Woche 2: 16.03. – 20.03.2026

Schon ist die zweite Woche vorbei – und die Zeit vergeht hier schneller, als man schauen kann, so viel passiert jeden Tag. Auch in dieser Woche war ich überwiegend in Geiersthal eingesetzt und habe mich dort zunehmend an den Arbeitsalltag und den leckeren Cappucchino gewöhnt.
Unter den zahlreichen unterschiedlichen Konsultationsanlässen blieb mir besonders eine Patientin in Erinnerung: Sie kommt nur selten zum Arzt, war an diesem Tag jedoch mit starkem Herzrasen aufgewacht. Im EKG konnten wir eine Tachykardie bestätigen und diagnostizierten ein arrhythmisches, tachykardes Vorhofflimmern, sodass wir eine sofortige Einweisung ins Krankenhaus veranlassten. Umso schöner war es, die Patientin bereits zwei Tage später wieder in der Praxis zu sehen – sie bedankte sich herzlich für die fürsorgliche Behandlung.
Am Mittwoch, unserem Self-Teaching-Nachmittag, durften wir in der Praxis in Kirchberg einen Sonoraum für uns beanspruchen und schallten uns gegenseitig rauf und runter.
Zum Ende der Woche verbrachte ich noch einen Tag in der Praxis in Grafenau, wo ich erneut eine andere Arbeitsweise kennenlernen durfte. Die Möglichkeit, so viele unterschiedliche ärztliche Persönlichkeiten zu beobachten und von ihnen zu lernen, ist wirklich etwas Besonderes und sicherlich nicht selbstverständlich.
Nach einem anspruchsvollen Freitagvormittag in Kirchberg stand schließlich das wohlverdiente Wochenende vor der Tür.

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